Küche&Co Küchen Test 2026
Einstieg bis gehoben — belegt über den zentralen Modellkatalog: 67 der 166 abgerufenen Modellkatalog-Seiten tragen einen Preis, Spanne 5.599 € bis 28.699 € (Abholpreis), Median 11.799 €; die 99 übrigen Modellseiten tragen bewusst keinen Preis·Hamburg (Küche & Co. GmbH, Werner-Otto-Str. 1–7, 22179 Hamburg, AG Hamburg HRB 58407, USt-IdNr. DE 176663879) — die Anschrift ist zugleich die der Otto Group·seit 1989
Küchenliebhaber-Testurteil
Unser Gesamtergebnis
Die Bereiche liegen hier innerhalb von 0,27 Punkten – auf Markenebene differenziert die Bewertungslage kaum.
Wie diese Noten zustande kommen
- Quellen-Inventur vor der ersten Zeile: 16 Quellen geprüft. Sieben führen eine eigene Bewertungsbasis (Google, ProvenExpert, Küchen-Atlas, Trustpilot, kennstdueinen, 11880, Yelp), tragfähig sind davon zwei: Google mit 4.082 Bewertungen und ProvenExpert mit 2.704 bzw. 3.293 portaleigenen. Alles andere liegt bei n ≤ 59. Sechs Fehlanzeigen sind dokumentiert: Stiftung Warentest (kein Küchenstudio-Test existiert), Verbraucherzentralen, reklamation24/ReclaBox, kuechen-forum.de und Reddit, Facebook (Login-Gate) sowie die Google-Sterneverteilung, die die Places API nicht herausgibt.
- Gefälle aus den einzigen portalveröffentlichten Kategorienoten mit tragfähiger Fallzahl. ProvenExpert weist sechs bezifferte Achsen aus, und zwei getrennt geführte Profile mit unterschiedlicher Grundgesamtheit liefern exakt dieselbe Reihenfolge: Freundlichkeit 4,91 > Beratung 4,89 > Leistungen 4,80 > Qualität 4,75 > Kundenservice 4,74 > Angebot 4,64 (Profil Küche&Co GmbH) bzw. 4,90 > 4,88 > 4,80 > 4,71 > 4,70 > 4,58 (Dachprofil). Die Rangfolge ist damit belastbar, die Absolutwerte sind es nur eingeschränkt.
- Alle sechs bezifferten Achsen werden als Balken ausgewiesen — unter dem Namen, den ProvenExpert ihnen gibt, und mit den Werten des Profils „Küche&Co GmbH“ (Freundlichkeit 4,91 / n=1.892 · Beratung 4,89 / 1.830 · Leistungen 4,80 / 1.863 · Qualität 4,75 / 2.646 · Kundenservice 4,74 / 2.011 · Angebot 4,64 / 2.020). Sie sind unverändert übernommen und nicht miteinander verrechnet. Die Gesamtnote 4,7 ist ausdrücklich nicht das Mittel dieser Balken, sondern die Profilnote, die ProvenExpert selbst ausweist: 4,71 aus 8.339 Bewertungen. Sie liegt unter der Google-Lage von 4,81, weil ProvenExpert eine andere Grundgesamtheit misst.
Wichtige Einschränkung: Die beiden Bereichsnoten stammen aus einer einzigen Plattform, und ProvenExpert-Bestände entstehen nach Einladung durch das bewertete Unternehmen — die Grundgesamtheit ist positiv verzerrt. Sie aggregieren außerdem über das ganze System und sagen nichts über das einzelne Studio: Zwischen Hamburg-Harburg (5,0) und München-Pasing (4,2) liegen bei Google 0,8 Notenpunkte, auf der Teilmenge mit mindestens 50 Bewertungen 0,6. Für die vier Bereiche nach dem Kaufabschluss existiert keine Note mit tragfähiger Fallzahl, und ausgerechnet dort — Lieferung, Montage, Reklamation — liegen 12 der 16 kritischen Stimmen unserer Auswahl. Die Gesamtnote 4,7 ist deshalb nicht die Note Ihres Studios, sondern die Note eines Systems, dessen Streuung mit 0,8 Notenpunkten zwischen den Standorten dreimal so groß ist wie der gesamte Abstand zwischen dem besten und dem schwächsten Balken (0,27). Zur Google-Zahl 4,81 ist sie nur eingeschränkt vergleichbar: Google fragt am Verkaufsort ab, sortiert nach Relevanz und sammelt einen Teil der Fünf-Sterne-Bewertungen ein, bevor die Küche geliefert und montiert ist; eine Fünf-Sterne-Stimme aus Rhauderfehn schreibt das ausdrücklich („Obwohl die Küche noch nicht geliefert und montiert wurde …“). Wie groß dieser Anteil ist, gibt keine Quelle her. Und eine Grenze gilt für jedes Küchenportal: Küchen-Atlas und Küchenfinder veröffentlichen keine Kettenwerte — Küchen-Atlas führt Noten je Studioprofil, Küchenfinder je einzelner Bewertung. Jede Kettenzahl aus diesen Quellen wäre unsere Zusammenfassung portalveröffentlichter Einzelwerte; belastbar erhoben ist dabei die Rangfolge, nicht der Absolutwert.
Redaktionelle Einschätzung unseres Küchenliebhaber-Testteams auf Basis von Herstellerdaten, Fachrecherche und verfügbaren Kundenbewertungen – kein genormtes Warentest-Verfahren. → So testen wir
Unser Fazit
Küche&Co ist ein Franchisesystem, und das ist bei dieser Marke keine Fußnote, sondern die praktisch wichtigste Information: 60 der 63 deutschen Studios gehören 48 rechtlich selbstständigen Betreibern, nur drei der Hamburger Zentrale. Der Vertrag, die Montage und im Streitfall auch die Kulanz hängen deshalb am einzelnen Betrieb. Die Zahlen bestätigen das: Über 60 Standorte liegen 4.082 Google-Bewertungen bei einem gewichteten Schnitt von 4,81 — ein sehr hoher Wert —, aber zwischen Hamburg-Harburg (5,0 aus 238) und München-Pasing (4,2 aus 46) liegen 0,8 Notenpunkte, auf der belastbaren Teilmenge mit mindestens 50 Bewertungen immer noch 0,6. Entscheidend ist dabei nicht, wie groß ein Betreiber ist: Mehrstandort- und Einzelbetreiber liegen bei 4,78 gegen 4,82 und haben denselben Median. Der Unterschied läuft zwischen den Betreibern, nicht zwischen den Betriebsgrößen. Die zweite Kennzahl, die diese Streuung stützt, ist das Antwortverhalten: Auf ProvenExpert beantwortet Küche&Co 23,1 Prozent der Ein-Stern-Bewertungen — drei von vier bleiben stehen —, und fünf von zehn ausgezählten Studios haben dort noch nie eine Bewertung beantwortet, darunter vier der sieben schwächsten des Netzes. Wer bei Küche&Co kauft, sollte deshalb den Standort prüfen, nicht die Marke: Google-Note und Bewertungszahl des konkreten Studios, ob dort auf Kritik geantwortet wird, und vor der Unterschrift die Kosten für Montage, Lieferung und Entsorgung schriftlich — die stehen auf keiner Küche&Co-Seite.
Stärken
- Sehr hohes Bewertungsniveau über das ganze Netz
- Beratung ist die stärkste gemessene Achse
- Ein Betreiber liefert über seine Studios konstant ab
- Kein Insolvenzverfahren zum Stichtag auffindbar
- Preise stehen wenigstens teilweise online
- Ausstellungsküchen mit belegtem Nachlass
Schwächen
- Drei von vier Ein-Stern-Bewertungen bleiben unbeantwortet
- 0,8 Notenpunkte zwischen bestem und schwächstem Studio
- Montage, Lieferung, Aufmaß und Entsorgung sind nirgends beziffert
- Der beworbene Einstiegspreis von 4.999 Euro hat kein Produkt
- Zwei zentrale Aktionsseiten sind seit Monaten abgelaufen und stehen trotzdem unverändert online
- Bei DISQ 2023 letzter Platz von zehn Ketten
- Für Lieferung, Montage und Reklamation gibt es keine Kategorienote mit tragfähiger Fallzahl
Küche&Co ist keine Filialkette, sondern ein Franchisesystem: 60 der 63 deutschen Studios gehören 48 rechtlich selbstständigen Betreibern, nur drei der Hamburger Systemzentrale. Wer hier unterschreibt, hat als Vertragspartner den Unternehmer im Studio, nicht die Marke. Wir haben 4.082 Google-Bewertungen aus 60 dieser Studios ausgewertet — gewichtet 4,81 von 5, ein für die Branche sehr hoher Wert. Zwischen dem besten und dem schwächsten Standort liegen aber 0,8 Notenpunkte, und ausschlaggebend dafür ist nicht die Größe des Betreibers, sondern welcher Betreiber es ist.
Wer hinter Küche&Co steckt
Die Systemzentrale firmiert als Küche & Co. GmbH, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 58407, Sitz Werner-Otto-Str. 1–7 in 22179 Hamburg, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE 176663879. Geschäftsführer sind André Pape und Niels Jacobsen. Die Anschrift ist kein Zufall: Es ist die Adresse der Otto Group, und das Impressum trägt den Zusatz „a member of the otto group“.
Küche&Co gehört seit 1995 zu 100 Prozent zur Otto Group. Belegt ist das doppelt. Die Fachpresse führt die Zugehörigkeit seit 1995 durchgängig — in Meldungen von 2007, 2018, 2019, 2021 und 2023 —, und die Primärquelle bestätigt die Quote: Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Otto Group zum 28. Februar 2026 führt „Küche & Co GmbH, Hamburg, Deutschland“ mit 100,00 Prozent unter den vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen. Registerseitig passt das ins Bild: Die Bekanntmachungen führen die Otto GmbH & Co. KGaA (AG Hamburg HRB 188101) als Gesellschafterin, zuletzt am 17. Juni 2026, und ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit ihr datiert auf den 6. Juni 2025. Für Sie als Käufer heißt das wenig über das einzelne Studio — aber es heißt, dass hinter der Systemzentrale ein Konzern steht und nicht eine Finanzbeteiligung auf Zeit.
Zwei Schreibweisen laufen nebeneinander her, und das ist kein Detail, wenn man selbst im Register nachsehen will: Im Marketing schreibt sich die Marke „Küche&Co“ ohne Leerzeichen, im Handelsregister steht „Küche & Co. GmbH“ mit Leerzeichen und Punkt. Es ist dasselbe Unternehmen. Wer nach der Marketing-Schreibweise sucht, findet im amtlichen Portal nichts.
Gegründet wurde Küche&Co 1989 — und das ist keine Jubiläums-PR, sondern über die Fachpresse belegt. MÖBELMARKT schrieb bereits am 10. Januar 2007 wörtlich, die Küche & Co GmbH sei 1989 gegründet worden und seit 1995 ein Unternehmen der Otto Group; ein Beleg aus dem Jahr 2007 ist unverdächtig, weil er lange vor jedem runden Jubiläum entstand. Ein Artikel von möbel kultur vom 2. August 2019 liefert die Gründungsdetails dazu: Start 1989 mit zwei Studios in Osnabrück und Wuppertal, damals rund 20 Ausstellungsküchen auf durchschnittlich 230 Quadratmetern. Das entspricht ungefähr dem, was Küche&Co heute als „Klassiker“ ab 250 Quadratmetern ausschreibt — dem größten der drei Studioformate. Im elektronischen Handelsregister beginnt die Historie erst mit der Bekanntmachung vom 11. April 2002, die noch ein Stammkapital in D-Mark ausweist — dort setzt aber nur die elektronische Registerführung ein, ein Gegenbeleg zum Gründungsjahr ist das nicht.
Dahinter steckt ein Befund, den das Unternehmen selbst seit Jahren nicht mehr kommuniziert: Das Netz ist geschrumpft. MÖBELMARKT meldete im Januar 2007 „bundesweit über 110 Küchenstudios“, 2013 und 2014 war von „über 100“ die Rede. „Rund 100“ steht im Januar 2018 gleich in zwei Fachmedien; dieselbe Zahl nennt eine KÜCHENPLANER-Meldung für Januar 2015, die allerdings kein Seitendatum trägt und sich nur über ihren Inhalt datiert. Seit August 2019 nennt Küche&Co gar keine Zahl mehr — möbel kultur hielt das damals ausdrücklich fest, und in keiner der ausgewerteten Fachpressemeldungen der Jahre 2020 bis 2026 taucht noch eine deutsche Gesamtzahl auf. Unsere eigene Vollerhebung vom 29. August 2026 kommt auf 63 Studios. Die alten Zahlen sind Selbstauskünfte des Unternehmens, die 63 ist unsere Auszählung der Studioseiten — beides sollte man nicht gegeneinander aufrechnen. Die Größenordnung spricht trotzdem für sich. Warum seit sieben Jahren keine aktuelle Zahl mehr kommuniziert wird, sagt das Unternehmen nicht, und wir spekulieren nicht darüber. Für Österreich ist die letzte belegte Angabe elf Standorte (Stand Mai 2022); unsere Erhebung findet dort ebenfalls elf.
Zum Umsatz gibt es nichts zu berichten, und auch das ist eine Information. Küche&Co veröffentlicht keinen Jahresabschluss — die Anteilsbesitzliste der Otto Group weist die Gesellschaft ausdrücklich als nach § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegung befreit aus. Zwei Fachmedien halten fest, dass das Unternehmen absolute Zahlen bewusst nicht kommuniziert. Veröffentlicht werden ausschließlich Veränderungsraten, und die meisten davon ausdrücklich „auf bestehender Fläche“ — also like-for-like, ohne neue Standorte. Wer diese Bezugsgröße weglässt, macht aus einem Flächenwert eine Systemwachstumsaussage. Belegt ist auf dieser Basis genau eine Zahl: 20,5 Prozent Netto-Systemumsatzwachstum auf bestehender Fläche im Geschäftsjahr 2020/21. Für die Geschäftsjahre 2021/22 und 2022/23 melden die Fachmedien nur „einstellig“ — ohne jede Bezugsgröße, also ohne dass klar wäre, worauf sich der Zuwachs bezieht. Die einzige belegte Personalzahl betrifft die Systemzentrale: knapp 35 Personen (INSIDE Küche, 13. Februar 2025). Alles darüber hinaus wäre geschätzt, und geschätzt wird hier nichts.
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★★★★★ 4,7 / 5 · 4.700+ Bewertungen
Franchise: Sie kaufen nicht bei der Kette, sondern beim Betreiber
Das ist der Abschnitt, der die ganze Seite trägt. Bei einem Franchisesystem ist jeder Betreiber ein eigenes Unternehmen. Vertragspartner des Kunden ist nicht die Hamburger Zentrale, sondern die Firma, die im Impressum der Studioseite steht. Beratungsqualität, Montage, Gewährleistungsabwicklung und im Ernstfall auch die Zahlungsfähigkeit hängen an diesem Betrieb — nicht an der Marke auf dem Schild.
Belegt ist das nicht über eine Marketingaussage, sondern über eine Vollerhebung: Für alle 63 deutschen und alle 11 österreichischen Standorte wurde das Studio-Impressum einzeln abgerufen und die Betreiberfirma ausgelesen. Ergebnis: 5 der 74 Standorte werden von den Systemgesellschaften selbst betrieben — in Deutschland Hamburg-Eppendorf, München-Pasing und München-Bogenhausen, in Österreich Salzburg und Linz. Die übrigen 69 gehören 56 verschiedenen Fremdbetreibern, davon 48 in Deutschland.
Der Nachweis für die drei konzerneigenen Studios ist zweifach geführt und nicht nur eine Namensähnlichkeit: Ihre Impressen nennen ausdrücklich die HRB 58407 der Zentrale, und alle drei tragen dieselbe Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE 176663879 und dieselbe Steuernummer wie das Hauptimpressum. Eine geteilte USt-IdNr. ist nur bei demselben Rechtsträger möglich. Bielefeld führt dagegen DE 275189792, Baden-Baden DE461568737 — verschiedene Unternehmen.
Ein Befund aus dieser Erhebung verdient eine eigene Zeile: Von 63 deutschen Studio-Impressen nennt genau eines die Handelsregisternummer des Betreibers (Baden-Baden, AG Mannheim HRB 757859). Drei weitere nennen die HRB der Zentrale, weil sie zur Zentrale gehören. Die übrigen 59 führen nur Firma, Anschrift, Telefon, E-Mail, Steuernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer — es ist genau diese USt-IdNr., die weiter oben den Nachweis für die drei konzerneigenen Filialen trägt. Neun der Betreiber sind GmbHs. Praktisch heißt das: Wer vor einer Anzahlung im fünfstelligen Bereich wissen will, wie es um seinen Vertragspartner steht, findet die Registernummer nicht auf der Seite, auf der er sie sucht. Er muss sie über ein Drittregister ermitteln — oder im Studio danach fragen.
Die Systemzentrale sagt die Konsequenz daraus selbst, und zwar ungewöhnlich offen:
Innerhalb das Systems gibt es noch einige Hebel, die nicht von allen gleich gut genutzt werden. Wir wollen Impulse geben und unterstützen. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die großen Effekt haben […] Wir sind ein Franchise-System: Das heißt, wir schauen uns an, bei wem etwas gut funktioniert und bieten das allen an. Es ist dann an unseren selbstständigen Partnerinnen und Partnern, diese Angebote gut für sich zu nutzen, um Potenziale bestmöglic[h zu heben]
Welche Hersteller Küche&Co führt
Küche&Co bewirbt auf der Markenseite 31 Marken. Davon sind nur sechs Küchenmöbel-Hersteller; der Rest sind Arbeitsplatten, Armaturen, Spülen, Innenausstattung und Elektrogeräte. Um zu prüfen, was davon tatsächlich im Katalog steht, wurden alle 166 Seiten unter kueche-co.de/kuechen einzeln abgerufen und der im Seitentitel genannte Hersteller ausgezählt. Zwei dieser Seiten sind keine echten Modelle; wo es um Küchenmodelle geht, ist die Bezugsgröße deshalb 164, wo es um die abgerufenen Seiten und ihre Gerätetabellen geht, 166.
Der Pino-Befund ist eine der klareren Korrekturen dieser Recherche. Pino hat eine Markenseite und stellt im Onlineshop 60 der 107 angebotenen Küchensets — im Studiokatalog taucht die Marke auf keiner der 164 echten Modellseiten auf. Wer liest, Küche&Co führe Pino, sollte das mit dem Zusatz „online“ lesen.
Bei den Elektrogeräten sieht das Bild ähnlich aus. Ausgezählt über die Gerätetabellen aller 166 abgerufenen Seiten führen AEG (67 Nennungen), Bosch (66), Siemens (51), Electrolux (38), Constructa (16) und Blaupunkt (14) das Feld an; Neff, Elica und Liebherr kommen nur vereinzelt vor. Miele, Bora, Berbel und Gorenje haben eine eigene Markenseite, tauchen aber in keiner einzigen Gerätetabelle des Katalogs auf. Belegt sind sie ausschließlich über einzelne Ausstellungsküchen in Hamburg-Eppendorf, München-Pasing und Nordhausen — also über das, was der jeweilige Betreiber im Laden stehen hat. Umgekehrt hat Blaupunkt mit 14 Nennungen keine Markenseite. Was auf der Markenwand hängt und was im Katalog verbaut wird, ist nicht dasselbe.
Beratung — 4,9
Die Note trägt die ProvenExpert-Achse „Beratung“ mit 4,89 aus 1.830 Kategoriebewertungen; das Dachprofil kommt unabhängig davon auf 4,88 aus 2.045. In beiden Profilen ist es die zweitstärkste Achse, geschlagen nur von „Freundlichkeit“. Das ist das klassische Muster eines Beratungsvertriebs: Die Stärke liegt vor dem Kauf.
Die Volltexte bestätigen das auffällig deutlich. In rund der Hälfte der positiven Google-Rezensionen wird ausdrücklich eine Person genannt — Herr Kaiser in Hamburg-Harburg, Herr Tischler in Nürnberg, Herr Acikalin in Bielefeld, Herr Felde in Jena, Frau Hofmann in Hamburg-Eppendorf. Gelobt wird selten „Küche&Co“, gelobt wird eine Person.
Wir können dieses Küchenstudio wärmstens weiterempfehlen. Wir sind hier wirklich ganz toll beraten worden. Herr Kaiser hat sehr viel Zeit und Herzblut in unsere Küchenplanung gesteckt. Man merkt hier richtig, dass Herr Kaiser Erfahrung und Wissen hat und sich fachlich wirklich sehr gut auskennt. […]
Wir hatten eine wunderbare Beratung vom Küchenstudio Küche&Co und insb. von Herrn Felde, welcher uns bei der Planung und der Realisierung freundlich unterstützt hat. Die Küche ist genauso geworden, wie wir sie uns vorgestellt haben. Auch im "Nicht 90°" Altbau wurden wir gut beraten und die Küche wurde perfekt angepasst. […]
Was die Zahl nicht abdeckt: Zwei unabhängige Mystery-Reihen kommen bei derselben Frage zu deutlich nüchterneren Ergebnissen. Beim Deutschen Institut für Service-Qualität lag Küche&Co in der Teilkategorie Beratungskompetenz 2023 auf Rang 9 von 10 und 2025 auf Rang 9 von 11 — obwohl dieselbe Teilkategorie bei der DtGV dreimal gewonnen wurde (2015, 2016, 2020). Beide Institute arbeiten mit fünf bis zehn verdeckten Besuchen je Kette. Bei 63 selbstständigen Betrieben misst eine solche Stichprobe vor allem, welche Studios zufällig besucht wurden. Genau deshalb geht keiner dieser Werte in den Balken ein.
Und die Beratung hat eine dokumentierte Kehrseite. Zwei der 16 kritischen Stimmen unserer Auswahl sind der Beratung zugeordnet: ein Ehepaar, dem im Studio nicht über eine Stufe geholfen wurde, und eine Anfrage, die nur per Mail bedient und dann gar nicht mehr beantwortet wurde. Ein dritter Fall zählt in unserer Zuordnung zu Lieferung und Termine, gehört inhaltlich aber hierher: Ein Kunde in Pforzheim wurde nach dem Online-Termin von einem Praktikanten betreut und hörte danach sechs Monate lang nichts mehr. Alle drei sind Einzelfälle aus einzelnen Betrieben, und alle drei zeigen dasselbe: Was „Beratung bei Küche&Co“ heißt, entscheidet der Standort.
Leider nicht zu empfehlen. Ich habe online einen Termin ausgemacht und bin pünktlich da gewesen. Mein Name stand auch auf dem Bildschirm im Empfangsbereich. Der Küchenberater hatte, nach Aussage der Empfangsdame, noch andere Kunden. Nach langer Zeit des Wartens hat sich ein Praktikant meiner Planung angenommen. Die Planung wollte er weiterleiten. Bislang habe ich 6 Monate gewartet. Nachricht vom Küchenstudio Fehlanzeige. […]
Sortiment & Auswahl — 4,6
Die Note trägt die ProvenExpert-Achse „Angebot“ mit 4,64 aus 2.020 Kategoriebewertungen; das Dachprofil kommt auf 4,58 aus 2.360. In beiden Profilen ist es die schwächste bezifferte Achse — und das ist der eigentliche Befund: Küche&Co wird für Auftreten und Beratung am besten und für das Angebot am schwächsten bewertet.
Eine Unschärfe gehört offen dazu: ProvenExpert definiert die Achse „Angebot“ nirgends. Sie kann das Warenangebot meinen oder das schriftliche Kaufangebot. Wir führen sie als Sortiment und Auswahl, weil das die nächstliegende Lesart im Möbelhandel ist — der Absolutwert ist damit weniger belastbar als die Rangfolge.
Die Richtung wird von unabhängiger Seite gestützt. Bei DISQ ist „Angebot“ unter den drei je Jahrgang veröffentlichten Teilbereichen nach Punktwert der schwächste: 2023 mit 53,5 von 100 Punkten und dem Urteil „ausreichend“, 2025 mit 71,0 Punkten, während der Testsieger dort „sehr gut“ erreichte. Nach Platzierung liegt der schlechteste dieser drei Ränge allerdings jeweils woanders — 2023 bei der Kommunikationsqualität (Rang 10 von 10), 2025 bei der Beratungskompetenz (Rang 9 von 11). Zwei methodisch völlig verschiedene Erhebungen, dieselbe Richtung.
Auf der Katalogseite ist das nachvollziehbar. Fünf Küchenmöbel-Hersteller sind eine solide, aber keine große Auswahl — Nobilia allein stellt 67 der 164 Modellseiten. Keiner der sechs Küchenmöbel-Hersteller mit eigener Markenseite ist ein Premiumanbieter; die einzige next125-Küche, die in dieser Recherche überhaupt auftaucht, steht in einer Kundenbeschwerde aus Leonberg — geführt hat sie also ein einzelnes Studio, nicht der zentrale Katalog. Was ein einzelnes Studio zusätzlich führt, entscheidet der Betreiber, und das ist bei einem Franchise systemimmanent.
Sehr enttäuschend. Auf unsere Online Anfrage hin wurden wir erst freundlich per Mail beraten. Bei Sonderwünschen wurde uns immer mitgeteilt, dass das nicht möglich ist. Letztendlich haben wir gar keine Antwort mehr auf unsere Mails bekommen. Aussuchen der küchenfronten und Arbeitsplatten nur online möglich. […]
Was die Zahl nicht abdeckt: die Ausstellung vor Ort. Küche&Co bewirbt auf seiner Franchiseseite drei Studioformate — den Klassiker ab 250 Quadratmetern, ein 120-Quadratmeter-Konzept und den kompakten „PlanRaum“; die SmartDiscount-Linie führte möbel kultur 2022 zusätzlich als Zusatzformat für Bestandspartner. Die Mindestfläche des PlanRaum gibt der Anbieter auf ein und derselben Seite mit 80 und mit 50 Quadratmetern an; welche Zahl stimmt, ist nicht auflösbar. Belegt sind Einzelflächen nur für drei Standorte: Halle (Saale) 300 Quadratmeter, Lienz rund 120, Hamburg-Bergedorf 120. Zwischen einem PlanRaum und einem klassischen Studio liegt beim Musterbestand ein Vielfaches — fragen Sie vor der Anfahrt, wie viele Küchen tatsächlich stehen.
Die Streuung zwischen den Studios — und was sie wirklich erklärt
Hier liegt der praktisch wichtigste Teil dieser Auswertung. Wenn 48 verschiedene Unternehmen unter derselben Marke verkaufen, ist die Frage nicht, wie gut „Küche&Co“ ist, sondern wie weit die Betriebe auseinanderliegen — und ob sich vorhersagen lässt, an welchen man gerät.
Die Verteilung über 60 Standorte ist hoch, aber nicht gleichmäßig: 39 von 60 Studios (65 Prozent) stehen bei 4,8 oder besser, 11 von 60 (18 Prozent) bei 4,5 oder schlechter. Die Quartile der 60 Standortnoten liegen bei 4,68, 4,80 und 4,93 — gerechnet mit linearer Interpolation über die sortierte Reihe.
Der letzte Punkt ist die eigentliche Überraschung. Die naheliegende Vermutung lautet, dass ein Betreiber mit mehreren Studios professioneller aufgestellt ist — mehr Einkauf, mehr Monteure, mehr Routine. Die Daten geben das nicht her: 0,04 Notenpunkte Unterschied bei identischem Median sind kein Befund. Was die Zahlen stattdessen zeigen, ist deutlich brauchbarer.
Zwischen Hauke/Schipper (4,95 über zwei Studios, 126 Bewertungen) und Jochem Müller (4,63 über zwei Studios, 112 Bewertungen) liegen 0,33 Notenpunkte — bei praktisch gleicher Größe; ungerundet sind es 4,955 gegen 4,625. Innerhalb eines Betreibers ist die Streuung dagegen klein: Sieben der neun liegen bei höchstens 0,3 Punkten Innenspanne. Ein Betreiber liefert über seine Standorte hinweg also ziemlich konstante Qualität; unterschiedlich ist sie von Betreiber zu Betreiber.
Abgrenzung zur Tabelle: Aufgeführt sind die neun Betreiber, deren sämtliche Standorte ein eigenes Google-Profil haben. In Deutschland gibt es tatsächlich elf Mehrstandort-Betreiber — hinzu kommen die BLAJA Küchenstudio GmbH (Siegen und SmartDiscount Siegen) und René Stock e. K. (Heidenheim und SmartDiscount Heidenheim). Deren SmartDiscount-Zweitstandorte teilen sich den Ort mit dem regulären Studio und haben kein eigenes Profil; beide Betreiber zählen in der Auswertung deshalb als Einzelbetreiber mit — jeweils mit 4,9, was den Wert für die Einzelbetreiber (4,82) leicht nach oben zieht. Am Befund ändert das nichts, im Gegenteil: Rechnete man beide der Mehrstandort-Gruppe zu, rückten die beiden Gruppenwerte noch näher zusammen. Für Sie als Käufer heißt das: Wenn Ihr Studio zu einem Mehrstandort-Betreiber gehört, sagen die Bewertungen des Schwesterstudios etwas aus. Die Marke sagt wenig.
Die Streuung wird von zwei weiteren, methodisch unabhängigen Quellen bestätigt. Auf ProvenExpert reichen die 73 Filialprofile von 3,97 bis 5,00 — der untere Wert steht allerdings auf neun Bewertungen und ist damit Rauschen, kein Qualitätssignal. Belastbar ist dort erst der Vergleich zwischen portaleigenem und importiertem Bestand desselben Standorts: Essen-Bergerhausen 4,87 aus 77 portaleigenen gegen 4,04 aus 84 importierten, Stuttgart-Degerloch 4,91 aus 76 gegen 4,36 aus 53. Und Küchen-Atlas, das als einziges Portal eine Positiv-Negativ-Quote je Studio ausweist, zeigt dasselbe Bild mit ganz anderer Methode: Marktredwitz 100 Prozent positiv bei vier Berichten, Bielefeld 70 Prozent positiv bei 37, das Essener Studio 71 Prozent negativ bei sieben (die Küchen-Atlas-Werte stammen aus einem Reader-Cache vom 27./28. August 2026, weil das Portal den Direktabruf nach wenigen Anfragen sperrt). Drei Quellen, drei Methoden, ein Ergebnis: Die Franchise-Streuung ist real und groß.
Alle 60 Studios mit Google-Note, Bewertungszahl und Betreiber
Diese Tabelle ist der eigentliche Nutzwert der Seite. Suchen Sie Ihren Standort, lesen Sie die Bewertungszahl mit — und sehen Sie nach, wem der Betrieb gehört. Wo eine Stadtseite von uns existiert, ist sie verlinkt; dort finden Sie auch die Wettbewerber vor Ort. Stand aller Werte: 29. August 2026.
Nicht enthalten sind Falkensee sowie die SmartDiscount-Standorte Heidenheim und Siegen — für sie ist kein eigenes Google-Profil auffindbar. Ebenfalls nicht enthalten: Passau. Dazu weiter unten mehr. Und ein Hinweis für alle, die im Ruhrgebiet suchen: „Küche & Concept“ in Dortmund-Hombruch ist ein eigenständiges Unternehmen mit eigenem Impressum und gehört nicht zu Küche&Co — der Name ähnelt sich, mehr nicht.
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★★★★★ 4,7 / 5 · 4.700+ Bewertungen
Wer auf Kritik antwortet — und wer nicht
Es gibt eine Kennzahl, die mehr über den Umgang mit Problemen sagt als jede Note: Wie oft antwortet ein Betrieb auf eine schlechte Bewertung? Sie ist deshalb aussagekräftig, weil sie nichts kostet außer Aufmerksamkeit.
Vorab die methodische Einschränkung, ohne die die Zahl nicht lesbar ist: Betreiberantworten unter Google-Rezensionen sind nicht erhebbar. Die Google Places API kennt kein Antwortfeld — die Anfrage nach reviews.ownerResponse wird mit einem Fehler quittiert; die Kartenseite liefert über Lesedienste nur Kartenkacheln, und Portale, die Google einbinden, übernehmen nur die Note, nicht die Texte. Ausgezählt wurde deshalb auf ProvenExpert, dem einzigen Portal, das für Küche&Co portaleigene Bewertungen in vierstelliger Zahl führt und Inhaberantworten im ausgelieferten HTML ausweist. Grundgesamtheit: 3.293 Bewertungen des Dachprofils, jede einzelne, keine Stichprobe.
Die Richtung stimmt: Auf eine Ein-Stern-Bewertung antwortet Küche&Co rund zehnmal häufiger als auf eine Fünf-Sterne-Bewertung. Absolut bleibt die Quote aber niedrig. Drei von vier Ein-Stern-Bewertungen bleiben unbeantwortet. Zur Einordnung: Bei MEDA haben wir mit derselben Auszählmethode 72,5 Prozent bei Ein-Stern-Bewertungen gemessen — Küche&Co liegt bei rund einem Drittel davon. Der Vergleich ist als Größenordnung zu lesen, nicht als exakte Gegenüberstellung: MEDA wurde auf Trustpilot ausgezählt, Küche&Co auf ProvenExpert.
Interessanter als der Durchschnitt ist, wer antwortet. Von den 21 Antworten auf Ein-Stern-Bewertungen kommen dreizehn von den Systemgesellschaften — acht unter dem Namen „Küche&Co“, vier unter „Küche&Co GmbH“, eine unter „Küche&Co Austria GmbH“ — und nur acht von einzelnen Studios (Krefeld-Stadtmitte 2, Wiesbaden-Europaviertel 2, München-Bogenhausen, Dresden-Radebeul, Heidenheim und Erding je 1). Die kritische Kommunikation läuft also überwiegend über die Zentrale — bei einem System, in dem die Zentrale rechtlich gar nicht Ihr Vertragspartner ist.
Und dann die Auszählung je Standort, über zehn Filialprofile mit zusammen 793 Bewertungen: Fünf der zehn Studios haben dort noch nie eine einzige Bewertung beantwortet — Halle/Saale, Essen-Bergerhausen, Hamburg-Eppendorf, München-Pasing und Berlin-Charlottenburg. Die letzten vier davon gehören zu den sieben schwächsten Standorten des Netzes und lassen zusammen 17 kritische Bewertungen ohne jede Reaktion stehen. Wiesbaden-Europaviertel beantwortet dagegen drei von fünf kritischen Bewertungen. Ob eine Beschwerde eine Antwort bekommt, hängt bei Küche&Co am Standort, nicht am System — und das passt exakt zum Streuungsbefund.
Der Zusammenhang ist mehr als eine Zahlenspielerei. In 10 der 16 kritischen Stimmen unserer Auswahl ist der Kern der Kritik nicht das Produkt, sondern das Ausbleiben einer Reaktion: „keine Antwort mehr“, „Funkstille“, „Anrufe werden nicht erwidert“, „bis heute hat sich niemand gemeldet“. Ein Studio, das online nicht antwortet, antwortet offenbar auch am Telefon nicht.
Wir haben vor 1½ Jahren unsere Traumküche einbauen lassen. Sind richtig zufrieden. Nun haben wir auf Nachbesserung der Silikonfuge am Herd gebeten, 2x telefoniert, dass der Handwerker kommen muss, der auch die Küchenplatte verlegt hatte. Und nun ist absolute funkstille Seitens Küchen & Co. Kein Rückruf wann der Handwerker kommen soll.. wir gehen jetzt in die 10 Woche in der ich ignoriert werde. […]
- Google-Profil des Standorts öffnen: Note und Bewertungszahl notieren. Unter 25 Bewertungen sagt die Note wenig.
- Die schlechtesten drei Bewertungen lesen — nicht die besten. Steht dort eine Antwort des Betreibers?
- Impressum der Studioseite aufrufen: Wie heißt die Betreiberfirma, und ist es eine natürliche Person oder eine GmbH?
- Gehört der Betreiber zu mehreren Standorten? Dann die Schwesterstudios mitlesen — innerhalb eines Betreibers streut die Qualität kaum.
- Im Erstgespräch nach dem Berater fragen, der in den guten Bewertungen namentlich vorkommt.
Was eine Küche bei Küche&Co kostet
Küche&Co gehört zu den wenigen Ketten, die überhaupt Preise veröffentlichen — und das ist zunächst einmal ein Pluspunkt. Von 166 abgerufenen Modellseiten tragen 67 einen Preis. Die Spanne reicht von 5.599 Euro (Nobilia „Easy“, 340 × 250 cm) bis 28.699 Euro (Schüller „Charming Vintage“), der Median liegt bei 11.799 Euro, der Mittelwert bei 12.644 Euro.
Entscheidend ist, was in diesem Preis nicht enthalten ist. Unter jeder Modellseite steht dieselbe Fußnote:
Alle Preise sind Abholpreise. Preise ohne Lieferung, Montage, Spüle, Armatur, Lampen, Zubehör, Fliesen und Dekoration, sofern nicht anders angegeben.
Elektrogeräte sind drin, Spüle und Armatur nicht, Lieferung und Montage nicht. Ein Vergleich dieser Zahlen mit Komplettpreisen anderer Anbieter ist damit ohne diesen Hinweis irreführend. Rechnen Sie Spüle und Armatur mit ein paar hundert Euro dazu und Lieferung plus Montage nach dem, was Ihnen das Studio nennt — beziffert ist beides auf keiner Küche&Co-Seite.
Die 99 Modellseiten ohne Preis sind kein Versehen: Die Filterleiste des Katalogs führt dafür eine eigene Option („Modelle ohne Preis anzeigen“). Bei den preislosen Modellen dominieren dieselben Hersteller — Nobilia 42, Häcker 26, Burger 12, Schüller 11, Bauformat 5.
Damit sind wir bei der unangenehmen Hälfte. Montage, Lieferung, reguläres Aufmaß und Entsorgung tragen auf keiner Seite eine Zahl. Auf den Serviceseiten steht durchgehend der Satz „Gegen Aufpreis. Wir informieren Dich hierzu gern in unserem Küche&Co-Studio.“ Das ist bei einem Franchise systemlogisch — die Preise macht der Betreiber —, es verschiebt aber genau die Posten ins Verkaufsgespräch, die eine Kalkulation kippen können. Der einzige bezifferte Montagepreis im gesamten Bestand sind 1.400 Euro, und die gelten ausschließlich im Onlineshop für vorkonfigurierte Pino- und Nobilia-Sets, nicht für eine im Studio geplante Küche.
Kurios wird es, wenn man den eigenen Ratgeber danebenlegt. Im Magazin schreibt Küche&Co:
Unter 5.000 Euro muss man deshalb genauer hinschauen, welche Leistungen tatsächlich im Preis enthalten sind.
Beide Aussagen standen am 29. August 2026 gleichzeitig online: die Warnung vor Küchen unter 5.000 Euro und die Bewerbung von Küchen ab 4.999 beziehungsweise 2.999 Euro. Der Ratgeber hat recht — man muss genauer hinschauen. Nur eben auch bei Küche&Co.
Und dann die Aktionen. Von fünf zentral verlinkten Aktionsseiten waren am Abruftag zwei inhaltlich abgelaufen und standen unverändert online: die 0-Prozent-Finanzierung (Frist 31.12.2025) und die Küchen-Spar-Wochen (Frist 30.06.2026). Wer sich also darauf verlässt, dass es bei Küche&Co eine Nullprozent-Finanzierung gibt, verlässt sich auf eine abgelaufene Seite. Aktuell beworben werden 7,16 Prozent Sollzins und 7,4 Prozent Effektivzins. Gültig war am Abruftag der Möbel-Bonus über 500 Euro beim Kauf einer frei geplanten Einbauküche ab 6.000 Euro Verkaufswert, Frist 31. August 2026.
Ein Wort zu den Studioaktionen: Das Bielefelder Studio bewarb am Abruftag „50 % auf alle frei geplanten Küchen!“ — ohne Sternchentext, ohne Frist, ohne Mindestsumme. Wiesbaden verschenkt eine Granit- oder Keramik-Arbeitsplatte ab 5.999 beziehungsweise 7.999 Euro Kaufwert, Frankfurt und Offenbach eine Quarz-Arbeitsplatte unter engen Bedingungen. Das sind Aktionen einzelner Franchisebetriebe, keine Kettenaussage. „Küche&Co gibt 50 Prozent Rabatt“ wäre falsch.
Ausstellungsküchen im Abverkauf
Wer bei Küche&Co nach Musterküchen sucht, findet zunächst nichts. Eine zentrale Abverkaufsseite existiert nicht: /musterkuechen leitet auf den Katalog um, /abverkauf, /ausstellungskuechen, /angebote und /aktionen laufen allesamt in einen 404. Die Musterküchen stehen auf den einzelnen Studioseiten — und auch dort nur selten.
Die Erhebung über alle 63 Studioseiten ergab: 14 Studios zeigen einen Teaser „Großer Musterküchen-Abverkauf“, der aus einem Bild ohne Preis und ohne Link besteht. Nur sechs Studios listen tatsächlich bepreiste Küchen — Berlin-Charlottenburg (8 Positionen), München-Pasing (5), Hamburg-Eppendorf (4), Nordhausen (4), Leonberg (3) und Neubrandenburg (3). Vier davon — Berlin-Charlottenburg, Hamburg-Eppendorf, Nordhausen und Leonberg — zeigen zusätzlich den Teaser, die beiden Listen überschneiden sich also. Zusammengerechnet erwähnen 16 der 63 Studios überhaupt einen Abverkauf, 47 erwähnen keinen.
Ein Nachlass von median 57 Prozent ist ordentlich, aber er sagt für sich genommen nichts — solange nicht klar ist, worauf sich der Neupreis bezieht. Auf den Studioseiten steht das nicht. Unter fast jeder Position steht dagegen dieselbe Klausel: „Die Preise verstehen sich ohne Dekoration, ohne Demontage, ohne Lieferung und ohne Montage.“ Bei einer Ausstellungsküche kommt zum Kaufpreis also noch der Abbau im Studio, der Transport und der Aufbau bei Ihnen — Posten, die bei einer gebraucht übernommenen Küche schnell ein Viertel des Preises ausmachen.
Die Spanne im Bestand ist groß und zeigt, wie unterschiedlich die Betriebe damit umgehen. Berlin-Charlottenburg verkauft acht Häcker- und Burger-Küchen konsequent ohne Geräte mit Nachlässen zwischen 57 und 73 Prozent. München-Pasing bietet fünf voll ausgestattete Küchen inklusive Bora, Miele, Quooker und Dekton-Arbeitsplatten mit Nachlässen zwischen 39 und 48 Prozent an. Das ist derselbe Vorgang mit völlig unterschiedlicher Kalkulation.
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Küche&Co ist eine der wenigen Küchenketten mit einer langen, öffentlich einsehbaren Testhistorie. Sie ist allerdings so wechselhaft, dass jede undatierte „Testsieger“-Aussage in die Irre führt.
Die belastbarste Reihe ist DISQ, weil das Institut ausschließlich im Auftrag von Medien testet und das geprüfte Unternehmen weder Auftraggeber noch Lizenznehmer ist. Und genau dort ist der Verlauf am unruhigsten: Rang 2 im Jahr 2021, letzter Platz 2023, Rang 7 im Jahr 2025. Der Jahrgang 2021 wurde allerdings per Video-Call und Telefon erhoben statt per Filialbesuch und ist mit den anderen Jahren nicht vergleichbar.
2023 war der Tiefpunkt: In der DISQ-Ergebnistabelle steht Küche&Co mit 69,9 von 100 Punkten auf Rang 10 von 10 und ist der einzige Anbieter des Feldes mit dem Qualitätsurteil „befriedigend“ — alle neun anderen liegen bei „gut“ oder „sehr gut“ (DISQ, Servicestudie Küchenmärkte im Auftrag von ntv, veröffentlicht am 3. Juli 2023, abgerufen am 29. August 2026).
Der Sprung von 69,9 auf 80,9 Punkte zwischen 2023 und 2025 sieht nach einer beeindruckenden Aufholjagd aus, ist aber teilweise ein Feldeffekt: Der Branchenschnitt stieg im selben Zeitraum von 77,2 auf 81,1 Punkte. Der Abstand zur Spitze schrumpfte trotzdem von 13,2 auf 3,8 Punkte — die Verbesserung ist real, nur kleiner als die Punktzahl suggeriert.
Was die Siegel wert sind: Die ServiceValue-Auszeichnungen („Service-Champions“, „Digital-Champions“) sind Panelbefragungen, keine Leistungstests. Niemand besucht dort eine Filiale. Der ausgewiesene Wert ist ein Zustimmungsanteil: 68,9 Prozent heißt, dass 68,9 Prozent der Antwortenden „sehr guter Service“ bejahen — nicht „Note 1,3“. Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten beträgt 0,2 Prozentpunkte. Wie weit erinnerter und geprüfter Service auseinanderfallen können, zeigt derselbe Datensatz: Küchen Aktuell, bei DISQ 2023 und 2025 klarer Testsieger, steht im ServiceValue-Kundenurteil auf Gesamtrang 323.
Zur Franchisenehmer-Seite gibt es genau eine öffentlich einsehbare Erhebung, und sie ist doppelbödig — nicht zuletzt, weil Küche&Co sie als Zertifizierungsverfahren selbst beauftragt hat:
Die Betreuung durch den Außendienst bewerten 100 Prozent der Antwortenden als zufriedenstellend, die Beziehung zum Franchisegeber liegt bei 90 von 100, die Frage nach einer erneuten Entscheidung für die Partnerschaft bei 81 von 100. Die Weiterempfehlung ist mit 73 Prozent der schwächste Wert der ganzen Befragung. Umgekehrt gelesen: Gut jeder vierte antwortende Partner würde das System nicht weiterempfehlen. Bei 30 Antworten sind das rund acht Personen — eine kleine Basis, aber die einzige belegte. Die im Netz kursierende Zahl „97 Prozent Weiterempfehlung“ steht in keiner abrufbaren Quelle und widerspricht dieser hier. Alle Werte: igenda, anonyme Online-Vollbefragung aller 52 Franchisepartner im September und Oktober 2025, 30 Antworten, abgerufen am 29. August 2026.
Was Käufer berichten
Für diesen Abschnitt haben wir 293 deutschsprachige Google-Rezensionen aus 60 Küche&Co-Standorten ausgewertet — je Standort die Beiträge, die Google in seiner Standardsortierung zuerst zeigt, im deutschen Original, keine Übersetzungen. Aus diesem Korpus lässt sich kein Mittelwert und keine Sterneverteilung ableiten, und wir bilden auch keine. Er ist an beiden Enden überzeichnet: 93,5 Prozent Fünf-Sterne-Beiträge und gleichzeitig 5,1 Prozent Ein-Stern-Beiträge, gegen 84,7 und 2,8 Prozent im ProvenExpert-Dachprofil (n = 3.293) und 86,1 gegen 1,9 Prozent im Profil „Küche&Co GmbH“ (n = 2.704). Das sind die beiden einzigen veröffentlichten Sterneverteilungen überhaupt — Google gibt über die Places API keine heraus. Die Mitte fehlt fast vollständig. Das liegt an Googles Relevanzsortierung, die lange, ausführliche Beiträge bevorzugt — ausführlich schreiben Begeisterte und Verärgerte. Der Korpus liefert deshalb Zitate, keine Zahlen.
Das Lob ist auffällig gleichförmig. Über alle Standorte hinweg wiederholt sich dasselbe Muster: eine namentlich genannte Beraterin oder ein Berater, viel Zeit im Planungsgespräch, ein Monteurteam, das mitdenkt. Auffällig ist, wie oft die Montage überhaupt zur Sprache kommt: In unserer Themenzuordnung entfallen 156 der 293 ausgewerteten Beiträge auf sie, mehr als auf jedes andere Thema. Das ist die Verteilung dieser Auswahl, keine Häufigkeit im Bewertungsbestand — welche Beiträge Google zuerst zeigt, entscheidet dessen Relevanzsortierung.
Wir haben bei Küche& Co eine mega schöne Küche bestellt.Ganz unkompliziert, sehr nette Beratung und gute Vorschläge.Die Küche kam zum versprochenem Termin, alles perfekt.Das Team der Monteure ( zwei) waren super nett und hatten für alles Lösungsvorschläge. […]
Herr Acikalin hat uns super beraten und schnellstmöglich gehandelt. Der gesamte Ablauf verlief problemlos und sehr professionell. Besonders positiv waren die kurze Lieferzeit sowie die saubere und einwandfreie Montage. […]
Wir waren mit Küche&Co sehr zufrieden, die Planung im Haus war einfach super, sie war professionell und zugleich familiär. Hier haben wir uns gut aufgehoben gefühlt. Der Preis war fair und in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Beim Aufbau gab es leider kleine Probleme, die aber sofort im Nachhinein wieder ausgebessert wurden, so wie es uns bei der Planung versprochen wurde. […]
Die letzte Stimme ist die aussagekräftigste des ganzen positiven Blocks: Es gab Probleme, und sie wurden behoben. Genau das trennt in diesem Korpus die guten von den schlechten Verläufen — nicht, ob etwas schiefging, sondern was danach passierte.
Die Kritik konzentriert sich auf ein Thema. 9 der 16 kritischen Stimmen stehen unter „Reklamation und Nachbesserung“, zwei weitere unter Lieferung und Termine. Kein einziger der elf Beiträge, die wir dem Thema Preis zugeordnet haben, ist kritisch. Es ist also nicht der Kauf, der Probleme macht, sondern das, was danach kommt, wenn etwas fehlt oder nicht passt.
Wir sind sehr unzufrieden mit dem Küchenaufbau. Uns wurde gesagt, dass der falsche Schrank geliefert wurde. Dieser Schrank wurde jedoch auch nach neun Monaten weder geliefert noch eingebaut. Außerdem funktioniert die Dunstabzugshaube nicht. Bei Nachfragen wurde man ständig vertröstet. […]
Ein Stern ist eigentlich zuviel. Alles ein einziges Chaos. Profi Beratung - von wegen . Die Küche kam in der falschen Farbe und wurde auch so eingebaut um danach wieder abgebaut zu werden. Profi Monteure - von wegen . Die haben alles komplett verschnitten und kaputt montiert und waren 2 mal da, jedesmal wurde es noch schlimmer. […]
Nicht zu empfehlen. wir warten jetzt schon seit nunmehr 6 Wochen auf die mängelfreie Installation unserer Küche. Leider gibt es hierzu keinerlei proaktive Rückmeldungen. Anrufe werden nicht erwidert und auf Mails wird systematisch nicht oder erst sehr spät geantwortet. Zu den Mängeln: es wurde trotz Aufmaß vor Ort eine zu kurze Arbeitsplatte geliefert. […]
Zwei dieser Fälle kommen aus Leonberg, zwei aus Marktredwitz, zwei aus Essen-Bergerhausen. Bei fünf Stimmen je Standort im Korpus ist das ein Hinweis, keine Quote — aber es ist derselbe Hinweis, den die Google-Noten dieser Standorte geben.
Zum Zahlungszeitpunkt gibt es eine Fehlanzeige, die wir ausdrücklich als solche führen. Eine systematische Suche über den gesamten Korpus nach Anzahlung, Vorkasse, Ratenzahlung und Restzahlung ergab drei verwertbare Fundstellen, alle mit einem Stern, alle aus verschiedenen Betrieben. Ein Käufer schildert, dass der Kaufpreis der Ware vollständig gezahlt war, während die Montagekosten noch offenstanden. Zwei weitere beschreiben den Zahlungseingang als Wendepunkt der Kommunikation. Daraus folgt kein Kettenstandard: Die Zahlungsbedingungen wurden nicht erhoben, und drei Einzelfälle aus drei Betrieben tragen weder eine Aussage über die Kette noch über Unterschiede zwischen den Franchisebetrieben.
Seit Küche & Co. den Betrag erhalten hat, haben wir nur Probleme. Die Herdplatte wurde falsch angeschlossen, was dazu führte, das diese nur ein paar Wochen funktionierte. […] Eine Mitarbeiterin von Küche & Co. sagte nur, dass habe sie noch nie gehört und wird mit ihrem Chef Rücksprache halten. Bis heute hat sich noch niemand gemeldet, das mit dem Geschirrspüler ist jetzt gut vier Wochen her. […]
Und es gibt die Gegenprobe — den einzigen dokumentierten Verlauf im Korpus, in dem eine Nachbesserung nachweislich funktioniert hat. Die Käuferin hat ihre Bewertung im Oktober 2025 aktualisiert und die Nachlieferung ausdrücklich positiv hervorgehoben. Zitiert ist hier nur dieses Update; der weitaus längere Rest derselben Rezension zählt die ursprünglichen Mängel weiterhin auf — unvollständige Beratung, fehlende Mülltonne, fehlender Besteckkasten, „Die Montage war schlampig“ — und die Bewertung steht trotz der Nachbesserung bis heute bei drei Sternen. Genau deshalb gehört der Fall hierher: Er zeigt, dass Nachbessern möglich ist, und zugleich, dass es einen verkorksten Ablauf nicht ungeschehen macht.
Update Oktober 2025: Die zuvor fehlenden Teile – Mülltrennung und Besteckkasten – wurden inzwischen nachgeliefert. Auch die ursprünglich schlampige Montage wurde mittlerweile nachgebessert. Das möchte ich an dieser Stelle positiv hervorheben. […]
Wirtschaftliche Lage — und der Sonderfall Passau
Für die Insolvenzprüfung wurde nicht nur die Zentrale abgefragt, sondern jede Ebene: die Küche & Co. GmbH in zwei Schreibweisen und über die Registernummer, die Otto GmbH & Co. KGaA und zwei frühere Gesellschafterinnen, die österreichische Tochter in der Ediktsdatei sowie alle 48 deutschen und 8 österreichischen Franchisenehmer — 30 Firmennamen, 41 Personennamen und 13 Registernummern. Umfang: 92 Sachabfragen und 3 Kontrollabfragen im deutschen Insolvenzportal, 11 Abfragen plus eine Kontrolle in der österreichischen Ediktsdatei sowie 17 Abrufe beim Aggregator North Data als Gegenprobe — nicht beim Register selbst. Ergebnis: kein Verfahren auf keiner Ebene, Stand 29. August 2026.
Was dieser Nullbefund heißt und was nicht: Er heißt, dass zum Stichtag kein laufendes und kein kürzlich veröffentlichtes Verfahren auffindbar ist. Er heißt nicht „nie insolvent gewesen“, und er ist erst recht keine Bonitätsaussage über den Betrieb, bei dem Sie unterschreiben. Bei 31 der 48 deutschen Betreiber — natürliche Personen und eingetragene Kaufleute — stützt sich der Befund allein auf Vor- und Nachnamen ohne Identitätsprüfung, weil die Studio-Impressen keine Registernummer nennen.
Zu Passau selbst. Der Standort existiert nicht mehr. Die URL kueche-co.de/passau/ leitet auf die Studioübersicht um, in der Sitemap gibt es keinen Eintrag, und in der Liste der 63 Studios kommt Passau nicht vor. Das Google-Profil führt Küche&Co Passau als dauerhaft geschlossen — mit 53 Bewertungen und einer Note von 4,9, die dort weiterhin angezeigt werden. Wir haben den Standort aus unserem Studioverzeichnis entfernt.
Geschlossen heißt aber nicht insolvent. Die Betreibergesellschaft — interior concepts LK GmbH, AG Amberg HRB 7161 — besteht fort; es gibt zu ihr keine Bekanntmachung. Der Grund für die Schließung ist aus keiner abrufbaren Quelle belegt. Wer nach „Küche und Co Passau“ sucht, sollte also wissen: Das Studio gibt es nicht mehr, aber die naheliegende Erklärung ist unbelegt. Zwei Garderoben aus dem Passauer Bestand tauchen inzwischen im Abverkauf der Studios Amberg und Neutraubling auf.
Ein zweiter Standort steht unter Beobachtung: Für Marktredwitz sucht Küche&Co auf der Franchiseseite ausdrücklich einen Nachfolger. Das Studio war am Erhebungsdatum weiter in der Liste, eine Schließung ist nicht angekündigt — es ist die Nachfolgersuche für einen etablierten Betrieb. Wer dort gerade plant, sollte die Frage trotzdem stellen.
Für wen Küche&Co passt — und für wen nicht
Empfehlung: Küche&Co passt gut, wenn Sie ein Studio in Ihrer Nähe haben, dessen Google-Profil mindestens 50 Bewertungen und eine Note ab 4,8 zeigt — und wenn dort auf kritische Bewertungen geantwortet wird. Dann bekommen Sie eine solide geplante Küche aus dem deutschen Mittelfeld (Nobilia, Häcker, Schüller, Burger, Bauformat) mit einer Beratung, die in zwei unabhängigen Datenquellen die stärkste Achse ist. Küche&Co passt weniger gut, wenn Sie ein Premiumprogramm suchen — im zentralen Katalog steht keines, und ob Ihr Studio eines führt, entscheidet der Betreiber —, wenn Sie eine kettenweit verbindliche Preisliste für Montage und Lieferung erwarten, oder wenn Ihr nächstes Studio unter 4,6 liegt und dort seit Jahren niemand auf Kritik reagiert. Dann ist die Marke kein Argument, denn der Vertrag läuft ohnehin gegen den Betreiber.
Wenn Sie noch vergleichen: MEDA ist der Filialist mit der höchsten gemessenen Antwortquote auf Kritik, PLANA Küchenland das nächstverwandte Lizenzsystem mit ähnlicher Betreiberstruktur. Wer wissen will, welche Fragen in jedem Studio dieselben sind, findet sie in unserer Checkliste zur Markenprüfung und in den Tipps zum Küchenkauf.
Wie wir bewerten – und woher jede Note kommt
Küchenliebhaber prüft keine Küchen. Wir kaufen nichts, wir bauen nichts ein, wir messen nichts. Was wir tun, ist auswerten, was Käufer öffentlich berichten und was unabhängige Institute erhoben haben. Für Küche&Co sieht diese Grundlage so aus.
Die Gesamtlage stützt sich auf 4.082 Google-Bewertungen aus 60 der 63 deutschen Studios, einzeln über die Google Places API abgefragt (languageCode=de, Stand 29. August 2026). Der nach Bewertungszahl gewichtete Schnitt beträgt 4,81, der Median der Standortnoten 4,8, die Spanne 4,2 bis 5,0. Nicht erfasst sind Falkensee sowie die SmartDiscount-Standorte Heidenheim und Siegen, für die kein eigenes Google-Profil auffindbar ist.
Die Bereichsnoten stammen aus der einzigen Quelle, die für Küche&Co Kategorienoten in tragfähiger Fallzahl veröffentlicht: ProvenExpert. Das Profil „Küche&Co GmbH“ weist sechs bezifferte Achsen aus, das Dachprofil dieselben sechs mit anderer Grundgesamtheit — und beide liefern exakt dieselbe Reihenfolge:
Alle sechs bezifferten Achsen stehen als Balken oben auf dieser Seite — unter dem Namen, den ProvenExpert ihnen gibt, mit den Werten des Profils „Küche&Co GmbH“ und je 1.830 bis 2.646 Urteilen dahinter. Wir übernehmen sie unverändert und benennen sie nicht um. Das ist der ganze Trick an dieser Stelle: „Freundlichkeit“ als Beratungsnote auszugeben oder „Kundenservice“ als Reklamationsnote wäre bequem und falsch — deshalb heißen die Balken hier so, wie das Portal sie erhebt.
Die Gesamtnote daneben ist ausdrücklich nicht das Mittel dieser Balken, sondern die Profilnote, die ProvenExpert selbst ausweist: 4,71 aus 8.339 Bewertungen. Sie liegt unter der Google-Lage von 4,81, und der Abstand hat einen Grund: ProvenExpert fragt nach dem Verkaufsvorgang, Google am Verkaufsort. Beide Zahlen stehen deshalb nebeneinander, statt zu einer verrechnet zu werden.
Und jetzt der wichtigere Teil: was keinen Balken bekommt. Für Planung, Lieferung und Termine, Montage und Reklamationsabwicklung vergeben wir keine Note. ProvenExpert misst diese vier Bereiche nicht — der Fragebogen dort deckt den Verkaufsvorgang ab und endet mit ihm. Eine fremde Achse umzudeuten, etwa „Kundenservice“ als Reklamationsnote zu verkaufen, wäre bequem und falsch: Kundenservice ist die gesamte Kontaktkette, Reklamation der Konfliktfall. Deshalb steht diese Achse oben als „Kundenservice“ — und die vier Bereiche nach dem Kaufabschluss stehen gar nicht. Und ausgerechnet in diesen vier Bereichen liegen die kritischen Stimmen. Eine Quelle führt zu genau diesen vier Bereichen doch Zahlen — Küchen-Atlas —, sie reichen aber nicht für einen Balken; warum, steht zwei Absätze weiter unten. Preis-Leistung bleibt ebenfalls ohne Balken, hier aus einem dritten Grund: ProvenExpert weist auf dieser Achse gar keinen Zahlwert aus. Im ausgelieferten Server-HTML steht dort nur die Wortnote „Sehr Gut“ zu 1.945 Bewertungen. Wir führen sie deshalb als das, was sie ist — eine Wortnote —, und rechnen sie nicht in eine Zahl um.
Verworfen wurden außerdem die sieben Achsen von Küchenfinder. Das Portal hätte die feinste Aufschlüsselung, stützt sie aber auf acht portaleigene Bewertungen von 2.890 ausgewiesenen — 99,7 Prozent sind eingebundene Google-Daten. Vier der acht sind fünf bis acht Jahre alt, und die einzige Essener Bewertung zeigt fünf Achsen mit dem Wert 0,00. Das sind Leerfelder, keine Urteile. Trustpilot fällt mit genau einer Bewertung aus.
Küchen-Atlas haben wir zunächst falsch inventarisiert — das korrigieren wir hier. In unserer Quellenliste stand, das Portal führe für Küche&Co keine numerischen Kategoriewerte. Das ist falsch. Die Studioprofile weisen Kriterium für Kriterium Noten in Viertelschritten aus. Am größten Profil — Bielefeld, 37 Erfahrungsberichte, Gesamt-Wortnote „Gut“, abgerufen am 31. August 2026 — sieht das so aus:
Damit stünden dort Zahlen für genau die Bereiche, die bei uns leer bleiben. Einen Balken tragen sie trotzdem nicht — aber aus einem anderen Grund als bisher angegeben, und das ist der eigentliche Punkt: Kategorienoten ja, Fallzahl und Verteilung nein. Von den 59 Erfahrungsberichten über 14 Küche&Co-Profile sitzen 37 allein auf Bielefeld. Die restlichen 22 verteilen sich auf 13 Profile mit je ein bis zwei Bewertungen. Jede einzelne Achse bliebe damit weit unter den 50 Urteilen, die wir für einen Balken mindestens verlangen. Und 14 Profile sehen nach Netzabdeckung aus, sind es hier praktisch nicht: Ein einziges Studio würde die Note der ganzen Kette setzen — bei einem Franchise mit 48 selbstständigen Betreibern genau der Fall, den eine Fallzahlgrenze verhindern soll. Dazu kommt die Mechanik des Portals: Küchen-Atlas rundet auf Viertelschritte, bei sieben Bewertungen verschiebt eine einzige Stimme die Note um mehr als die Anzeigegenauigkeit.
Als Gegenprobe zur Rangfolge sind die Werte trotzdem nützlich, weil sie aus einer völlig anderen Grundgesamtheit stammen als ProvenExpert. Sie stützen unsere Reihenfolge an zwei Stellen: Beratung steht auch bei Küchen-Atlas oben (4,25), der Sortimentsumfang darunter (4,00) — dieselbe Richtung wie bei ProvenExpert mit „Beratung“ 4,89 gegen „Angebot“ 4,64. Und die Reklamationsabwicklung liegt mit 3,25 als einziges Kriterium unter 4, deutlich abgesetzt von den 4,00 bis 4,25 der übrigen. Das ersetzt keine Note, zeigt aber, dass die Bereiche ohne Balken nicht zufällig die kritischen sind. Was Küchen-Atlas außerdem als einziges Portal liefert und wir tatsächlich verwenden, ist die Positiv-Negativ-Quote je Studio für die Streuungsanalyse weiter unten.
Häufige Fragen zu Küche&Co
Ist Küche und Co ein Franchise oder eine Filialkette?
Ein Franchisesystem. Von 63 deutschen Studios werden 60 von 48 rechtlich selbstständigen Betreibern geführt, nur drei — Hamburg-Eppendorf, München-Pasing und München-Bogenhausen — gehören der Küche & Co. GmbH selbst. Belegt ist das über die Vollerhebung aller 74 Standort-Impressen am 29. August 2026 sowie über die geteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer der drei konzerneigenen Häuser. Ihr Vertragspartner ist also in aller Regel ein einzelnes Unternehmen, nicht die Marke.
Zu wem gehört Küche&Co?
Zur Otto Group. Küche&Co ist seit 1995 eine 100-prozentige Tochter des Hamburger Konzerns — die Fachpresse führt das seit 2007 durchgängig, und die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Otto Group zum 28. Februar 2026 weist „Küche & Co GmbH, Hamburg, Deutschland“ mit 100,00 Prozent unter den vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen aus. Gesellschafterin ist laut Registerbekanntmachung vom 17. Juni 2026 die Otto GmbH & Co. KGaA; ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht seit dem 6. Juni 2025. Der Sitz der Systemzentrale, Werner-Otto-Str. 1–7 in Hamburg, ist die Konzernadresse. Das ändert nichts daran, dass Ihr Vertragspartner beim Küchenkauf in aller Regel ein selbstständiger Franchisenehmer ist, nicht der Konzern.
Wie gut ist Küche&Co bewertet?
Über 60 der 63 deutschen Studios liegen 4.082 Google-Bewertungen bei einem nach Bewertungszahl gewichteten Schnitt von 4,81 von 5 (Stand 29.08.2026, Google Places API). Der Median der Standortnoten beträgt 4,8, die Spanne 4,2 bis 5,0. Auf ProvenExpert weist das Profil Küche&Co GmbH 4,71 aus 8.339 Bewertungen aus, davon 2.704 portaleigen. Beide Werte sind hoch — aber sie beschreiben das System, nicht das Studio, bei dem Sie kaufen.
Wie stark unterscheiden sich die einzelnen Küche&Co-Studios?
Deutlich. Zwischen Hamburg-Harburg (5,0 aus 238 Bewertungen) und München-Pasing (4,2 aus 46) liegen 0,8 Notenpunkte; auf der belastbaren Teilmenge mit mindestens 50 Bewertungen (28 Studios, 3.223 Bewertungen) sind es 0,6. Ein Zusammenhang zwischen Bewertungszahl und Note besteht nicht (r = 0,12 roh, −0,02 auf log n). Auch die Betreibergröße erklärt nichts: Mehrstandort-Betreiber liegen bei 4,78, Einzelbetreiber bei 4,82, bei identischem Median. Was streut, ist der einzelne Betreiber — zwischen den neun ausgewerteten Mehrstandort-Betreibern reicht die Spanne von 4,48 bis 5,00, innerhalb eines Betreibers dagegen meist um höchstens 0,3 Punkte.
Was kostet eine Küche bei Küche und Co?
Von den 166 abgerufenen Seiten tragen 67 einen Preis: 5.599 bis 28.699 Euro, Median 11.799 Euro (Stand 29.08.2026). Das sind Abholpreise inklusive Elektrogeräten, aber ohne Spüle, Armatur, Lieferung und Montage. Die zentral beworbenen Einstiegspreise von 4.999 Euro und — für die SmartDiscount-Linie — 2.999 Euro haben kein hinterlegtes Produkt; kein bepreistes Modell im Katalog liegt unter 5.599 Euro. Montage, Lieferung, reguläres Aufmaß und Entsorgung sind auf keiner Küche&Co-Seite beziffert.
Gibt es bei Küche&Co Musterküchen im Abverkauf?
Ja, aber nur in wenigen Studios und ohne zentrale Übersicht. Eine Abverkaufsseite der Kette existiert nicht. Von 63 Studioseiten listen sechs tatsächlich bepreiste Ausstellungsküchen — Berlin-Charlottenburg, München-Pasing, Hamburg-Eppendorf, Nordhausen, Leonberg und Neubrandenburg —, zusammen 27 Positionen zwischen 3.374 und 23.499 Euro Abholpreis. Der Nachlass gegenüber dem ausgewiesenen Neupreis liegt bei median 57 Prozent. Vierzehn Studios zeigen einen Abverkaufs-Teaser ohne jede Zahl; weil sich beide Listen in vier Fällen überschneiden, erwähnen insgesamt 16 der 63 Studios einen Abverkauf und 47 keinen.
Welche Küchenhersteller führt Küche&Co?
Im Studiokatalog belegt sind fünf: Nobilia (67 Modellseiten), Häcker (39), Schüller (26), Burger (17) und Bauformat (11). Pino hat zwar eine Markenseite, kommt aber auf keiner der 164 Modellseiten vor und ist nur über den Onlineshop erhältlich. Bei den Elektrogeräten dominieren AEG, Bosch und Siemens; Miele, Bora, Berbel und Gorenje haben eine Markenseite, tauchen aber in keiner der 166 Gerätetabellen des Katalogs auf und sind nur über einzelne Ausstellungsküchen belegt.
Hat Stiftung Warentest Küche&Co getestet?
Nein — und das gilt für alle Küchenketten. Stiftung Warentest hat nie einen vergleichenden Test von Küchenstudios oder Küchenfachmärkten veröffentlicht; test.de führt Ratgeber zum Küchenkauf und Gerätetests, aber keinen Anbietervergleich. Der Grund ist plausibel methodisch: Eine Einbauküche ist eine individuell geplante Sonderanfertigung ohne standardisierbaren Prüfgegenstand. Wer nach „Küche&Co Stiftung Warentest“ sucht, findet deshalb nichts. Untersuchungen gibt es dagegen von DISQ (fünf Wellen 2015 bis 2025), von der DtGV und von ServiceValue.
Ist Küche&Co Passau insolvent?
Nein. Der Standort Passau existiert nicht mehr — die URL leitet auf die Studioübersicht um, in der Studioliste kommt Passau nicht vor, und das Google-Profil führt ihn als dauerhaft geschlossen. Die Betreibergesellschaft interior concepts LK GmbH (AG Amberg HRB 7161) besteht jedoch fort, und es gibt zu ihr keine Insolvenzbekanntmachung. Der Grund der Schließung ist aus keiner abrufbaren Quelle belegt. Verwechslungsgefahr besteht mit der Crea-Tür Küchen-Zentrum Passau GmbH, die insolvent ist — sie war nie ein Küche&Co-Studio.
Ist Küche&Co insolvenzgefährdet?
Zum 29. August 2026 ist auf keiner Ebene ein Verfahren auffindbar: nicht bei der Systemzentrale, nicht bei der Otto-Gesellschafterin, nicht bei der österreichischen Tochter und bei keinem der 48 deutschen und 8 österreichischen Franchisenehmer. Geprüft wurden 92 Sach- und 3 Kontrollabfragen im amtlichen Insolvenzportal sowie die österreichische Ediktsdatei. Daraus folgt allerdings keine Bonitätsaussage über den einzelnen Betrieb: Bei 31 der 48 deutschen Betreiber stützt sich der Nullbefund nur auf den Namen, weil ihre Studio-Impressen keine Registernummer nennen.
Wer auf eine schlechte Bewertung antwortet — macht Küche&Co das?
Nur teilweise. Auf ProvenExpert, wo sich Inhaberantworten auszählen lassen, beantwortet Küche&Co 23,1 Prozent der Ein-Stern-Bewertungen und 2,4 Prozent der Fünf-Sterne-Bewertungen; über alle 3.293 ausgezählten Bewertungen sind es 3,2 Prozent. Drei von vier Ein-Stern-Bewertungen bleiben also stehen. Dreizehn der 21 Antworten auf Ein-Stern-Bewertungen kommen von den Systemgesellschaften, nur acht von einzelnen Studios. Von zehn ausgezählten Filialprofilen haben fünf noch nie geantwortet — darunter vier der sieben schwächsten Standorte des Netzes. Antworten unter Google-Rezensionen sind technisch nicht erhebbar.
Musterküchen & Preise
Küche&Co ist ein Franchisesystem: Vertragspartner ist nicht die Hamburger Zentrale, sondern der Betreiber des einzelnen Studios. Über 60 der 63 deutschen Standorte liegen 4.082 Google-Bewertungen bei einem gewichteten Schnitt von 4,81 (29.08.2026). Die Bereichsnoten stammen aus den einzigen portalveröffentlichten Kategorienoten mit tragfähiger Fallzahl — ProvenExpert — und zeigen das typische Muster eines Beratungsvertriebs: Beratung oben, Angebot unten.
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